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Administration · API-Zugänge

APISIX-Routen verwalten

Die UDSP stellt für APISIX eine administrative Weboberfläche bereit. Berechtigte Administratoren können dort Upstreams und zusätzliche Routen konfigurieren, ohne unmittelbar das Plattformrepository zu verändern.

Ein bereits bereitgestellter Dienst ist über einen eindeutigen Pfad des UDSP-Gateways erreichbar. Die Route verweist auf das richtige interne Ziel, lässt nur die vorgesehenen HTTP-Methoden zu und wurde mit erlaubten sowie abgelehnten Zugriffen geprüft.

Bedarf

Zugang festlegen

Zielgruppe, externer Pfad, Methoden und benötigter Schutz sind geklärt.

Anmeldung

Dashboard öffnen

Die APISIX-Oberfläche wird mit dem freigegebenen Admin-Key verbunden.

Ziel

Upstream anlegen

Interner Host, Port, Protokoll und Erreichbarkeit des Dienstes werden konfiguriert.

Zugang

Route anlegen

URI, Host, Methoden, Upstream und freigegebene Plugins werden zusammengeführt.

Abnahme

Zugriff prüfen

Erlaubte und nicht erlaubte Aufrufe werden getestet und dokumentiert.

UI oder Plattformbereitstellung?

Die Plattforminstallation erzeugt bereits Standardrouten für Stellio, FROST, GeoServer, den Geoportal-Konfigurationsdienst und weitere technische Zugänge. Diese Routen besitzen abgestimmte Scopes, Datenraumprüfungen und Telemetrie-Plugins. Ändern oder löschen Sie sie nicht über die Oberfläche.

Zusätzliche Routen werden im laufenden Betrieb grundsätzlich über das APISIX Dashboard verwaltet. APISIX speichert die Konfiguration in etcd. Änderungen über die Oberfläche bleiben daher nach einem Neustart der APISIX-Pods erhalten und müssen nicht zusätzlich durch ein Ansible-Playbook ausgeführt werden.

Eine zusätzliche Route über das Dashboard ist sinnvoll, wenn:

  • der Zieldienst bereits in der UDSP erreichbar ist,
  • der Zugang nur für einen konkreten Mandanten oder Anwendungsfall benötigt wird,
  • ein eigener, noch nicht belegter Pfad vereinbart wurde und
  • Schutzbedarf und verantwortliche Stelle feststehen.
Zwei Wege mit unterschiedlichen Aufgaben

Das Dashboard ist der normale Administrationsweg für zusätzliche Routen in einer bestehenden UDSP. Ansible stellt dagegen die von der Plattform benötigten Standardrouten bei einer Neuinstallation reproduzierbar bereit. Eine über die UI angelegte Route muss nur dann in die Plattformbereitstellung übernommen werden, wenn sie künftig zum verbindlichen Standard jeder UDSP-Installation gehören soll.

1. APISIX Dashboard öffnen

Die aktuelle UDSP-Konfiguration veröffentlicht die eingebettete APISIX-Oberfläche unter:

https://api-admin.<DOMAIN>/ui/

Öffnen Sie dort die Einstellungen und hinterlegen Sie den freigegebenen APISIX API Key. Der Schlüssel wird in der technischen Mandantenkonfiguration unter apisix.api_credentials bereitgestellt.

Lesender Zugang

Viewer-Key

Dient zur Kontrolle vorhandener APISIX-Ressourcen, erlaubt aber keine administrativen Änderungen.

Schreibender Zugang

Admin-Key

Erlaubt das Anlegen, Ändern und Löschen von Upstreams, Routen und Plugins.

Der APISIX-Key ist keine normale Benutzerrolle

Das Dashboard verwendet aktuell einen APISIX API Key und keine persönliche Keycloak-Anmeldung. Behandeln Sie den Admin-Key daher wie ein Plattform-Secret: nicht in Screenshots, Tickets, Node-RED-Flows oder Git-Repositories übernehmen und nur an den vorgesehenen Administrationskreis ausgeben.

2. Upstream anlegen

Ein Upstream beschreibt das interne Ziel, an das APISIX passende Anfragen weiterleitet. Öffnen Sie im Dashboard Upstreams und legen Sie einen neuen Eintrag an.

Bezeichnung

Name

Eindeutiger Name mit Bezug zu Mandant und Anwendung, beispielsweise stadt-messwerte-api.

Ziel

Host und Port

Aus dem APISIX-Namespace erreichbarer Kubernetes-Service beziehungsweise freigegebener interner Endpunkt.

Transport

Schema

HTTP oder HTTPS entsprechend dem tatsächlichen internen Dienst; nicht anhand der externen URL ableiten.

Verhalten

Timeout und Health Check

Bewusste Grenzwerte und – sofern vorhanden – ein geeigneter technischer Health-Endpunkt.

Verwenden Sie für einen einzelnen Ziel-Pod keine wechselnde Pod-IP. Tragen Sie den stabilen Kubernetes-Service ein. Prüfen Sie vor dem Speichern gemeinsam mit dem Plattformbetrieb, ob APISIX diesen Dienst und Port über die geltenden NetworkPolicies erreichen kann.

3. Route anlegen

Öffnen Sie Routes, wählen Sie Create und konfigurieren Sie mindestens:

FeldEntscheidung
Nameeindeutige Bezeichnung mit Mandant und Zweck
Hostnormalerweise api.<DOMAIN> für das zentrale UDSP-Gateway
URIeigener Pfad, beispielsweise /gateway/messwerte/*
Methodsnur tatsächlich benötigte Methoden wie GET oder POST
Upstreamder zuvor geprüfte interne Zieldienst
Statuserst nach vollständiger Konfiguration aktivieren

Vermeiden Sie breite Muster wie /*, weil sie bestehende Zugänge überschneiden können. Trennen Sie lesende und schreibende Zugriffe in unterschiedliche Routen, wenn dafür unterschiedliche Schutzregeln gelten.

4. Schutz und Plugins festlegen

Eine erreichbare Route ist noch keine sicher freigegebene Route. Entscheiden Sie ausdrücklich, ob der Zugang öffentlich sein darf oder ein gültiges Keycloak-Token benötigt.

  • Aktivieren Sie eine Route ohne Authentifizierung nur nach dokumentierter fachlicher und datenschutzrechtlicher Freigabe.
  • Verwenden Sie für geschützte Zugänge das abgestimmte OpenID-Connect-Profil der UDSP.
  • Ordnen Sie lesenden, schreibenden und löschenden Zugriffen die vorgesehenen Scopes zu.
  • Übernehmen Sie eine Datenraumprüfung nur aus einem freigegebenen UDSP-Muster; eine bloße Prüfung auf ein vorhandenes Token reicht für mandantenbezogene Daten nicht aus.
  • Aktivieren Sie die vereinbarten Metrik- und Logging-Plugins, ohne sensible Request- oder Response-Inhalte unkontrolliert zu protokollieren.

Die Werte für OIDC-Client, Client-Secret, Discovery-URL und Datenraumprüfung sind plattformspezifisch. Wenn dafür kein freigegebenes Profil vorliegt, speichern Sie keine ungeschützte Ersatzroute, sondern stimmen die Erweiterung mit dem Plattformbetrieb ab.

5. Route abnehmen

Prüfen Sie die Route unmittelbar nach dem Speichern mit einer kleinen Testmatrix:

PrüfungErwartetes Ergebnis
vorgesehene Methode und gültiger ZugangAnfrage erreicht den Upstream
nicht freigegebene HTTP-MethodeAnfrage wird am Gateway abgelehnt
fehlender oder ungültiger Tokengeschützte Route lehnt die Anfrage ab
unzulässiger Datenraummandantenbezogene Route lehnt die Anfrage ab
nicht vorhandener Zielpfadkontrollierter Fehler ohne Offenlegung interner Details

Dokumentieren Sie anschließend Route-ID, externen Pfad, Upstream, erlaubte Methoden, Schutzprofil, verantwortliche Stelle und Prüfergebnis. Deaktivieren Sie nicht mehr benötigte Routen zunächst und löschen Sie sie erst, wenn keine Anwendung mehr davon abhängt.

Persistenz und Nachvollziehbarkeit

Dashboard-Änderungen werden direkt in etcd gespeichert und sind damit persistent. Ein normaler Neustart oder erneuter Rollout der APISIX-Pods entfernt sie nicht. Die Oberfläche ist deshalb der geeignete Weg, um zusätzliche Routen im laufenden Betrieb zu verwalten.

Die UI-Konfiguration wird jedoch nicht automatisch versioniert und lässt sich nicht allein aus dem Core-Platform-Repository in einer neuen Umgebung wiederherstellen. Dokumentieren Sie deshalb mindestens Route-ID, Upstream, Schutzprofil, verantwortliche Stelle und Prüfergebnis. Nur plattformweit verbindliche Standardrouten gehören zusätzlich in die Ansible-Bereitstellung.

Damit weiterarbeiten

Technische UDSP-Referenz

APISIX in der Plattform

Rolle, Standardrouten, Schlüssel und technische Abhängigkeiten des Gateways.

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Technische UDSP-Referenz

API-Zugriff und Sicherheit

Tokenbezug und zentraler Zugriffspfad der geschützten Fach-APIs.

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Externe Referenzen