Zum Hauptinhalt springen
Daten prüfen · Dateien

Dateien und Lieferstände prüfen

Prüfen Sie in HYPERSENSUS, ob die erwartete Datei im vorgesehenen Bucket angekommen ist und zu diesem Datenlauf gehört. Für Objektversionen und weitergehende Metadaten wechseln Sie nur bei Bedarf in die MinIO-Konsole.

Diese Anleitung passt, wenn das Ergebnis eines Datenflusses eine Datei ist oder eine angelieferte Datei den Eingang für die weitere Verarbeitung bildet. Geprüft wird immer ein konkret erwartetes Objekt – zum Beispiel die tägliche Datei verkehrszaehlung-2026-08-19.csv im Bucket verkehr-rohdaten.

Nur den vereinbarten Bucket verwenden

Prüfen Sie ausschließlich einen Bucket, der diesem Datenweg ausdrücklich zugeordnet wurde. Seine Sichtbarkeit in HYPERSENSUS allein weist die fachliche Berechtigung nicht nach. Fehlt der vereinbarte Bucket oder erscheint ein unerwarteter Bucket, lassen Sie die MinIO-Berechtigung und ihre Abbildung in HYPERSENSUS administrativ prüfen.

Erwartung

Objekt bestimmen

Bucket, vollständigen Objektschlüssel und erwarteten Lieferzeitpunkt aus dem Datenfluss übernehmen.

HYPERSENSUS

Datei finden

Im Datenspeicher den richtigen Bucket öffnen und nach dem vollständigen Objektschlüssel suchen.

Lieferstand

Inhalt vergleichen

Dateiname, Größe, Format und einen bekannten fachlichen Wert kontrollieren.

Nachweis

Ergebnis zuordnen

Festhalten, welcher Datenlauf genau dieses Objekt erzeugt oder geliefert hat.

Vor der Prüfung

Ablage

Bucket bekannt

Der vorgesehene Bucket stammt aus der Konfiguration oder Übergabe des Datenflusses.

Objekt

Schlüssel bekannt

Der vollständige Pfad einschließlich Dateiname ist bekannt; nur nach dem Dateinamen zu suchen ist nicht eindeutig.

Zeit

Lieferfenster bekannt

Es ist festgelegt, wann der neue Lieferstand spätestens vorliegen soll.

Inhalt

Kontrollwert bekannt

Spalten, Zeitraum oder mindestens ein erwarteter Fachwert lassen sich mit der Lieferung vergleichen.

Das erwartete Objekt in HYPERSENSUS prüfen

  1. Öffnen Sie in HYPERSENSUS Daten → Datenspeicher.
  2. Wählen Sie den für den Datenfluss vereinbarten Bucket.
  3. Suchen Sie in der flachen Dateiliste nach dem vollständigen Objektschlüssel und öffnen Sie die erwartete Datei.
  4. Vergleichen Sie den angezeigten vollständigen Objektnamen und die Größe mit dem angekündigten Lieferstand.
  5. Kontrollieren Sie den Inhalt: Stimmen Format, Spalten beziehungsweise JSON-Struktur, Zeitraum und ein bekannter Fachwert?

Für die unter Datenquelle prüfen verwendete Verkehrszählung könnte der Nachweis so aussehen:

Erwarteter Bucket: verkehr-rohdaten
Erwartetes Objekt: verkehrszaehlung-2026-08-19.csv
Gefundenes Objekt: verkehrszaehlung-2026-08-19.csv
Größe: 184 kB
Inhalt: counting_station_id, observed_at, vehicle_count;
Datensatz für zaehlstelle-017 um 08:00 UTC vorhanden

Eine vorhandene Datei allein reicht nicht aus. Ein alter Lieferstand mit dem richtigen Namen oder eine leere Datei belegt keine erfolgreiche Integration.

Wenn Sie unter Daten speichern den JSON-Export umgesetzt haben, prüfen Sie zusätzlich das erzeugte Ergebnis:

Erwarteter Bucket: verkehr-verarbeitet
Erwartetes Objekt: exports/2026-08-19/traffic-counts.json
Erwarteter Inhalt: counting_station_id = zaehlstelle-017
observed_at = 2026-08-19T08:00:00.000Z
vehicle_count = 126
Ausschnitt aus dem erwarteten Export
[
{
"counting_station_id": "zaehlstelle-017",
"observed_at": "2026-08-19T08:00:00.000Z",
"vehicle_count": 126
}
]

Liegt der Ziel-Bucket in einem eigenen externen S3-Speicher, erscheint er nicht in HYPERSENSUS. Verwenden Sie dann die vom Betreiber bereitgestellte S3-Ansicht oder einen berechtigten head-object-/get-object-Aufruf und vergleichen Sie dieselben Angaben.

Rohdatei und Integrationsergebnis nicht verwechseln

Die Datei im Bucket verkehr-rohdaten bestätigt zunächst nur, dass die Quelldaten bereitliegen. Erzeugt der Datenfluss daraus eine weitere Datei, muss deren eigener Bucket und vollständiger Objektname separat geprüft werden. Aktualisiert der Flow stattdessen eine Tabelle oder Fach-API, prüfen Sie dort das Ergebnis.

Bei Bedarf in MinIO genauer prüfen

Öffnen Sie die MinIO-Konsole aus HYPERSENSUS nur, wenn die normale Dateiübersicht für den benötigten Nachweis nicht ausreicht. Dort können Sie abhängig von Ihren Rechten insbesondere Änderungszeitpunkt, vollständigen Objektschlüssel, benutzerdefinierte Metadaten und vorhandene Objektversionen vergleichen.

Prüfen Sie bei einer unerwarteten Datei deshalb in dieser Reihenfolge:

  1. Ist wirklich derselbe Bucket und Objektschlüssel geöffnet?
  2. Gehört die sichtbare Version zum erwarteten Datenlauf?
  3. Wurde das Objekt nach dem Lauf erneut überschrieben?
  4. Stimmen vereinbarte Metadaten oder ein separat bereitgestellter Hashwert?

Die in MinIO angezeigte ETag ist nicht in jeder Upload-Variante mit einer MD5-Prüfsumme gleichzusetzen. Verwenden Sie sie nur als Inhaltsnachweis, wenn dieses Verfahren für den Datenweg ausdrücklich vereinbart wurde.

Für wiederkehrende automatische Prüfungen verwendet der Datenfluss einen eigenen technischen S3-Zugang. Persönliche MinIO-Zugangsdaten gehören weder in Node-RED-Flows noch in Skripte oder Repositories.

Referenzen