Zum Hauptinhalt springen
Daten integrieren · Quelle prüfen

Datenquelle prüfen

Prüfen Sie mit einem kleinen Funktionstest, ob die benötigten Daten tatsächlich erreichbar sind. Die Beispiele zeigen vier häufige Quellenwege über HTTP, MQTT, S3 und eine Datenbank – weitere Quellen und Protokolle sind ebenfalls möglich.

Am Anfang steht die Frage: Wo liegen die Daten heute und wie kann die UDSP sie erreichen? Die vier Tabs zeigen dafür die häufigsten Wege. Eine lokale Datei kann über den UDSP-Dateispeicher erreichbar gemacht werden; bereits vorhandene Daten lassen sich beispielsweise direkt aus einer freigegebenen Datenbank lesen.

Die Wege sind Beispiele, keine vollständige Liste. Auch bei einer anderen Quelle müssen Ressource, Erreichbarkeit, Format und Funktionstest geklärt werden. Betreiben Sie die Quelle nicht selbst, nutzen Sie den passenden Tab als Übergabehilfe für die zuständige Stelle.

Datenquelle auswählen und testen

Wählen Sie den Weg, der Ihrer Quelle am nächsten kommt. Die genannten Angaben sind ein praxistauglicher Ausgangspunkt. Optionen wie Authentifizierung, Pagination, TLS oder ein Zeitfeld werden nur benötigt, wenn die konkrete Quelle sie tatsächlich verwendet.

Passt, wenn die Daten über einen aufrufbaren Endpunkt bereitstehen und Node-RED sie einmalig oder regelmäßig abrufen soll.

Adresse

Endpunkt und Methode

Basis-URL sowie die tatsächlich verwendete HTTP-Methode eindeutig benennen.

Anfrage

Benötigte Parameter

Filter, Zeitraum und Pagination nur angeben, soweit der Endpunkt sie unterstützt oder verlangt.

Zugriff

Schutz berücksichtigen

Bei einer geschützten API den technischen Authentifizierungsweg und benötigte Rechte klären.

Funktionstest

Beispielantwort sichern

Einen begrenzten realen Abruf mit erwarteter Antwort und relevanten Statuscodes nachweisen.

Für eine API reicht die Aussage „es gibt einen Endpunkt“ nicht. Rufen Sie einen kleinen, fachlich bekannten Ausschnitt selbst ab. Dafür eignet sich das Kommandozeilenwerkzeug curl, das auf vielen Systemen bereits vorhanden ist. Fehlt es, verwenden Sie die offizielle curl-Downloadseite für Ihr Betriebssystem. Das folgende Beispiel kommt ohne Zugangsdaten im Befehl aus:

HTTP-Quelle mit curl prüfen
curl --silent --show-error --fail-with-body \
--get 'https://data.beispiel-organisation.de/v1/traffic-counts' \
--header 'Accept: application/json' \
--data-urlencode 'updated_since=2026-08-19T07:55:00Z' \
--data-urlencode 'limit=100' \
--write-out '\nHTTP %{http_code}\n'
Beispielantwort
{
"items": [
{
"counting_station_id": "zaehlstelle-017",
"observed_at": "2026-08-19T08:00:00Z",
"vehicle_count": 126
}
],
"next": null
}

curl hängt an die Antwort die Zeile HTTP 200 an. Prüfen Sie nicht nur diesen Status, sondern auch, ob items die erwarteten Felder, Datentypen und einen bekannten Testwert enthält. Bei einer geschützten API führen Sie denselben Test über den freigegebenen Authentifizierungsweg aus. Schreiben Sie Tokens nicht direkt in den Befehl oder die Shell-Historie. Klären Sie außerdem – soweit vorhanden – Pagination, Rate Limits und dokumentierte Fehlerstatus wie 401, 403, 429 oder 5xx.

Die HTTP-Quelle ist geprüft, wenn

der gezeigte curl-Abruf über den vorgesehenen Zugriffsweg die erwartete Beispielantwort und den dokumentierten Status liefert – bei einer geschützten API mit dem dafür eingerichteten technischen Zugang. Im nächsten Schritt wird derselbe Zugang aus Node-RED verwendet.

Passende Referenzen